Die Schritte und das Wohlbefinden

Andere halten es sicherlich für verrückt, ich nicht. Was interessiert mich auch das Geschwätz von andere? Wenn ich jetzt sagen würde „nichts“ stimmt das leider auch nicht. Es beschäftigt mich schon, obwohl ich es nicht möchte. Es wurmt mich, wenn Menschen denken, ich würde meine Schritte faken. Ich bin mittlerweile ziemlich viel – und auch gerne – in Bewegung. Heute z. B. bin ich meine 12 Etagen wieder gelaufen. Dabei bin ich dieses Mal immer die Treppen außen gelaufen. Früher bin ich selten Treppen gelaufen. Wenn, dann nur, weil mir der Aufzug zu klein und zu eng war. Heute sieht mich kaum mehr ein Aufzug von innen. Jetzt laufe ich Treppen nicht im Innenbereich, damit es schneller geht, nein, ich bin sie heute ganz bewusst außen gegangen. Und spaßeshalber habe ich später mal geschaut und festgestellt, dass es um die 1700 Schritte ausmacht, wenn ich das bei meinen 12 Etagen mache. 1700 Schritte. Schon eine ganz schöne Anzahl. SO kommen viele Schritte zusammen. Immer wieder den weiteren Weg wählen. Irgendwann macht einem das nichts mehr aus. Wenn ich Einkaufen gehe wird nicht der Parkplatz gesucht, der am nächsten ist. Nein, ich parke weiter weg. Den Einkauf kann ich auch mit dem Einkaufswagen zum Auto schieben. Gibt dann übrigens wieder zusätzliche Schritte, da ich den Einkaufswagen auch wieder weg bringen muss. 🙂 Wenn ich früher den Einkaufswagen nicht gerne weg bringen wollte und es gerne meinem Mann untergejubelt habe, der auch ganz Gentleman ist und das gerne macht, streiten wir uns heute fast drum, weil wir beide die Schritte auf unserem Schrittzähler haben wollen. Oft macht bringen wir ihn dann sogar gemeinsam weg. Genauso ist es mit dem Gassi gehen. Diskussionen um „wer macht die große Runde mit dem Hund?“ gibt es nicht mehr. Meistens wird das gemeinsam gemacht. Denn der Blick auf das Armband zeigt, dass man sein Ziel noch nicht erreicht hat.
Natürlich habe ich auch ab und an keine Lust zum Laufen und ich muss meinen Schweinehund überwinden, aber wenn ich ihn dann überwunden habe, fühle ich mich richtig gut dabei.
Rewe, Lidl, Aldi, DM… alle Geschäfte zwischen 500 und 700m (eine Strecke) entfernt. Wenn uns heute noch was fehlt, wird der Rucksack auf den Rücken geschnallt und wir laufen zum Einkaufen. Früher gab es das nicht. Wenn wir abends mit dem Hund Gassi gehen gibt es vorher den Blick auf die Uhr. Früher war der Gedanke „war der Hund lang genug draußen?“ Heute ist er „Wieviel Schritte brauche ich noch?!“
Während den Werbepausen wird nicht weiter faul auf der Couch rumgelümmelt. Wir nehmen die Smoveys in die Hand und machen Übungen oder ich stelle mich auf den Crosstrainer.
Nein, Stress ist das keiner. Für mich jedenfalls nicht. Ich weiß, dass ich das für mich mache. Werde dieses Jahr 50 und merke, dass es immer mehr zwickt und zwackt oder sehe bei älteren Menschen, wie sie Probleme mit dem Gewicht, Knie und Rücken haben. Ich möchte und kann dem vorbeugen, in dem ich etwas für mich tue. Und ich merke, dass es mir gut tut. Ich fühle mich viel ausgeglichener. Und auch meine Rücken- und Nackenschmerzen kann ich besser „im Zaum“ halten.

Was anderes: Schon gemerkt, dass es morgens wieder früher hell wird und abends länger hell bleibt? Gestern beim Gassi gehen ist mir das aufgefallen. Normalerweise ist die große Gassirunde immer so gegen 16.00h. Da ich mittags mal kurz mit unserem Hund draußen war wurde es gestern doch später. Mein Mann meinte noch „Gehe bitte jetzt, ich habe es nicht so gerne, wenn du im dunkeln läufst.“ (Er kann derzeit leider nicht mitlaufen, da er am Knie operiert wurde und zwei Wochen mit Krücken laufen muss.) Bin erst gegen 17.15h raus und als ich um 18.15h nach Hause kam war es immer noch nicht dunkel. So genial. Auch im Büro habe ich heute Morgen festgestellt, dass ich viel früher schon das Licht ausmachen kann. Fange doch schon um 6.00/6.30h an. GENIAL! 🙂 Der Frühling kommt immer näher.

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